14.9.2017

Patrick Frey

«Dormicum»

Für seinen populärmedizinischen Abend öffnete Patrick Frey einen Medizinschrank voller Geschichten über unklare Bauchschmerzen, schwindelerregende Nebeneffekte eines bekannten Beruhigungsmittels, durchgeknallte Spezialärzte, über Kosmetika für das Leben nach dem Tod und das komplexe Leiden transsexueller Problemhunde. Satire, Comedy und ein feines Dinner vor ausverkauftem Haus: Eine Mischung, die das Publikum sehr zu schätzen wusste.

8.7. 2017
Stiftung Märtplatz
15. Entenrennen
Auf dem Blumer-Areal und auf der Töss wurde bereits zum 15. Mal das beliebte Entenfest für Jung und Alt gefeiert. Am Nachmittag heizte die Sonne den Besucherinnen und Besuchern –  darunter viele Kinder – tüchtig ein. Vor dem dritten Rennen der Gummienten, auf die vorher Wetten abgeschlossen wurden, war der Wasserpegel der Töss wegen eines kurzen Regenschauers leicht angestiegen. Gefahr bestand keine, einzig die wackeren Entlifischer mussten sich beim Einsammeln des Gummigeflügels nach der Ziellinie noch mehr anstrengen. Nach jedem der insgesamt sechs Durchgänge fand eine Rangverkündigung statt, mit Siegerpodest und allem was dazugehört. Meistens räumten freudestrahlende Kinder die Auszeichnungen und Preise ab. Am Abend wurde schliesslich ausgiebig gefeiert und zu den Salsaklängen des Copacabana Social Club getanzt.

23.3.2017
Alex Porter
ZAUBERNAH
Am Märtplatz zeigte Alex Porter seine liebsten Tricks vor kleinem Publikum. Er sitzt vor dem Halbrund der Bühne – eine wahre Meisterleistung des zuständigen Märtplatz-Teams übrigens – ganz nahe beim Publikum. Der Magier lässt sich ganz genau auf die Finger schauen, bittet einige Personen aus dem Publikum, sich neben ihn zu setzen. Seine Kartentricks etwa sind ziemlich spektakulär. Der sympathische Mann mit der markanten Wuschelfrisur vollführt vor aller Augen, was nach menschlichem Ermessen gar nicht möglich sein kann und darf. Das Publikum tappte im Dunkeln. Einen Hinweis gab der Zauberprofi seinen Zuschauerinnen und Zuschauern immerhin mit auf den Weg: Das menschliche Auge fokussiere zuweilen recht stark auf gewisse Bereiche – Damit es nichts verpasst wahrscheinlich… Man sitzt also als Teil eines verblüfften Publikums da, lauscht den fantastischen, poetischen Geschichten eines Magiers und ist dabei versucht, den Fokus des eigenen Blickes ein wenig zu erweitern.

Bericht im Zürcher Unterländer vom 25.3.2017

26.1.2017
Lesung mit Franz Hohler
Ein Feuer im Garten
Die Lesung von Franz Hohler war ein grosser Erfolg. Es kamen fast hundert Besucher, das ist rekordverdächtig. Die Lesung wurde im Ausbildungstraining durchgeführt. Zum ersten Mal wurde der alte Theaterraum für einen Kulturanlass eingesetzt. Der Raum eignet sich zweifellos sehr gut für Publikumsanlässe. Die Stimmung und Atmosphäre war bestens. Die Küche meisterte die kulinarisch-logistische Herausforderung mit Bravour – wie gewohnt eben. Unsere Stube war satt mit Menschen gefüllt wie noch selten zuvor, unsere Gäste mussten ein wenig zusammenrücken, organisierten sich, was der guten Stimmung keineswegs einen Abbruch tat, eher im Gegenteil. (kst)


Poesie in einer Zeit um sich greifender Barbarei: Die Lesung mit Franz Hohler war in diesem Sinne eine wahre Wohltat. Die wirklich sehr zahlreich erschienenen Gäste zeigten sich begeistert, und Franz Hohlers Bücherkoffer leerte sich prompt innert kurzer Zeit. Alles in allem: Ein schönes Ereignis. (cas)

3.11.2016
Hartmut Liebsch
Solo mit Esel
Das Stück von Hartmut Liebsch dreht sich um Themen wie Verarmung, Ausgrenzung, Altern und Liebe. Als Vorlage dient ihm das Märchen der Bremer Stadtmusikanten. Hund, Katze und Hahn scharen sich um einen Theaterspieler, der sich unter der Maske des Esels um sie kümmert. Die Tiere erzählen von ihrem Schicksal, sie alle sehnen sich nach einem besseres Leben, nach ein wenig Liebe – während der Mensch sich profaneren Aufgaben widmet, indem er kurzerhand die Geschichte unterbricht, um seine finanziellen Schwierigkeiten zu regeln. Hartmut Liebsch hat aus dem berühmten Kindermärchen eine gefühlvolle und dennoch bissige Fabel herausgearbeitet. Im Metier des Schau- und Figurenspiels gehört Hartmut Liebsch zweifellos zu den allerbesten.

15.9.2016
DUOCALVA
«Zwei Celli für ein Halleluja»
Mit Karacho durchs Best-of-Programm
Was, wenn der Gastspielvertrag mit dem Märtplatz eine Klausel enthält die vorschreibt, dass vortragende Künstler/innen zwingend in angemessenem Tenue auf der Bühne erscheinen müssen? Daniel Schaerer und Alain Schudel hatten das Kleingedruckte offenbar zu spät gelesen. Die beiden Orchestermusiker mussten improvisieren: Während Schudel auf dem Cello eine anspruchsvolle Bach-Suite intonierte, ersetzte ihm Schaerer die bescheidene Garderobe durch einen tadellosen Frack – ein Meisterstück an Virtuosität auf mehreren Ebenen. Das DUOCALVA präsentierte ein unterhaltendes Best-of-Programm mit Ausschnitten aus 20 Jahren Cello-Comedy.

20.4.2016
Simon Chen
«MEINE REDE! – Kabarett am Pult der Zeit»
Rhetorische Tricks und leere Worthülsen sind die Schmiermittel der nichtssagenden Ansprache: Der Schweizer Kabarettist und Slampoet Simon Chen zeigt, wie man eine überzeugende Rede aufbaut, am Rednerpult steht und sein Publikum in den Bann schlägt. Er zerpflückt die Prototypen der hochfliegenden Rede, Politiker die ihre Aussagen absichtlich für sich behalten. Chen entlarvt den Rhetorik-Seminarleiter, der seine Klienten insgeheim als arme aber Geld bringende Loser verachtet. Das Publikum im neuen Märtplatz-Theatersaal liess sich gerne auf Simon Chens kabarettistisches Rhetorik-Seminar ein und amüsierte sich dabei bestens.

12.2.2016
Andrea Janser, Simone Glauser und Angie Lütolf
«Zaphyr»
Ihr Auftritt war für Andrea Janser, Simone Glauser und Angie Lütolf sozusagen ein Heimspiel. Alle sind in der Region Rorbas und Freienstein-Teufen zuhause. Die Musikerinnen präsentierten ein gediegenes Set mit Pop-, Jazz- und Bluessongs mit Einflüssen von Latin oder Soul. «Alles Eigenkompositionen», wie Andrea Janser einmal zwischen zwei Songs betonte. Zaphyr beeindruckt durch Virtuosität an den Instrumenten, starkem Solo- und präzisen Chorgesang. Eine Spezialität der Band ist der stetige Wechsel der Instrumente untereinander. Manchmal entstehen dadurch kurze Pausen, die stets mit witzigen Sprüchen, kleinen Geschichten und ironischen Kommentaren überbrückt werden. Der Auftritt von Zaphyr sorgte für gute Stimmung in der vollbesetzten Märtplatz-Stube. Das Konzert war gleichzeitig ein gelungener Auftakt zum neuen Kultur-Konzept am Märtplatz, das sich sehr gut zu bewähren scheint.

11.11.2015
Alfred Dorfer
«fremd – solo»
Der österreichische Kabarettist Alfred Dorfer balanciert bei seinem zweiten Auftritt am Märtplatz wiederum gekonnt zwischen Satire, Theater und schräger Philosophie. Er vermittelt seinem Publikum komplexe Inhalte auf höchst amüsante und leicht fassbare Art, was seine Auftritte zu einem anregenden, unterhaltsamen Vergnügen macht. Ein Auftritt der Sonderklasse – passend zum leider letzten Kulturanlass in der Märtplatz-Theaterwerkstatt.

22.10.2015
Ensemble Materialtheater Stuttgart
Frauen lügen aus ihrem Leben
Das Ensemble Materialtheater widmet sich in ihrem kabarettistischen Theaterstück dem Thema Frauen in ihrer ganzen Bandbreite. Annette Scheibler, Sigrun Kilger und Sandra Hartmann gehen der Gender-Sache mit einer Menge Selbstironie den Grund – Auch die Männer bekommen ihr Fett ab, aber ihre Geschlechts-
genossinnen haben eindeutig Vorrang. Das Rollenbild der Frau und die grassierenden Klischees werden genüsslich zerpflückt. Hier sprechen auch Handpuppen manchmal Klartext: Die Figur eines Kindes steht plötzlich vor der Haustüre jener Frau, die es seinerzeit nicht haben wollte und fragt: «Bin ich vielleicht in deinem Kopf, weil die Leute sagen, eine Frau ohne Kind ist nur eine halbe Frau?»

22.9.2015
Alvaro Solar
Männerfreundschaft
Angereist von Santiago über Bremen nach Freienstein: Im vollbesetzten Theater am Märtplatz legte Alvaro Solar dennoch einen souveränen Auftritt hin. In seinem aktuellen Programm «Männerfreundschaft» präsentiert der gebürtige Chilene ein kabarettistisches Schauspiel vor ernstem Hintergrund. Er pflügt sich durch die bekannten Klischees über Männer und deren merkwürdigem Umgang mit Freunden, Lieb- und Leidenschaften: Unterhaltsam, entlarvend, witzig und manchmal bitterböse.


11.9.2015
Stiftung Märtplatz
Tag der offenen Tür
Aus Anlass des 30-Jahr-Jubiläums öffnete die Stiftung Märtplatz dem interessierten Publikum die Türen ihrer gegenwärtig 12 Werkstätten. Bei einem Rundgang mit einem Mitglied der Geschäftsleitung konnten sich die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher über das vielfältige Berufs-
ausbildungsangebot informieren. Oder sie begaben sich
«auf eigene Faust» auf den reich beschilderten Werkstattpfad. Jede Werkstatt hatte sich individuell vorbereitet. Einige Buden präsentierten anschauliche Beispiele aus ihrem Berufsfeld: Die Fotowerkstatt hatte eine Lochkamera, eine sogenannte «Camera Obscura» installiert. Die Fahrradwerkstatt punktete beim Publikum mit einem in seine Einzelteile zerlegten Velo. Die Medienwerkstatt zeigte ihre filmische Eigenproduktion mit Statements einiger «Märtplatz-Beteiligten» auf Fragen zum 30-Jahr-Jubiläum. Beim Märtplatz-Betriebsunterhalt durften Wagemutige mit der Wischmaschine ein paar Runden auf dem Fabrikareal drehen –
um nur einige der Attraktionen zu nennen. In jeder Bude
informierten die Ausbildner/innen die Besucherinnen und
Besuchern über den Inhalt der jeweiligen Berufsausbildung.
Beim anschliessenden Apéro riche in der Märtplatz-Stube,
serviert vom Küchenteam, entstanden schliesslich angeregte
Gespräche über Erlebtes und Gesehenes an diesem Nachmittag.

Lesen Sie dazu den Bericht von Florian Schär im
«Zürcher Unterländer» vom 12.9.2015:

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4.7.2015
Stiftung Märtplatz
Jubiläums-Entenrennen 2015
Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen bis 36 Grad Celsius in die kühle Töss steigen, um Gummienten zu fischen? Schon etwas seltsam. Doch wen wundert's, wenn der Märtplatz ein Fest auf die Beine stellt... Das diesjährige Entenrennen wurde jedenfalls zu einem schrägen Sommerhit.

Lesen Sie dazu den Bericht von Lorina Schudel im «Zürcher Unterländer»:

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14.4.2015
Marco Morelli
Marco Morelli & Solo
Der Entertainer, Clown, Provokateur und selbsternannte Seelsorger singt eigene Lieder in berndeutscher Mundart, erzählt schräge Geschichten, parliert und agiert ohne Netz und doppelten Boden. Ein frecher, schriller Auftritt kabarettistischer Art.

26.2.2015
Duo Luna-tic
ON AIR
Judith Bach und Stéfanie Lang zeigten auf der Märtplatzbühne ein Tryout ihres brandneuen Programmes ON AIR. Olli und Claire betreiben einen Radiosender. Ihre Unerfahrenheit mit diesem Medium führt zu spektakulären Pannen und motiviert sie zu musikalischen und artistischen Höchstleistungen. ON AIR wurde im voll besetzten Theatersaal zum Publikumserfolg.

Lesen Sie den Bericht von Valerie Stalder im Zürcher Unterländer
vom 28. Februar 2015:

Bericht als PDF-Download


4.12.2014
Lesetheater
«SCHWEYK IM ZWEITEN WELTKRIEG»
Eine Schauspielerin, ein Schauspieler, vier Lernende, ein Ausbildner, ein Märtplatz-Gründer und ein Musiker hatten es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam das Theaterstück «Schweyk im Zweiten Weltkrieg» von Bertolt Brecht als Lesetheater aufzuführen. Diese ungewöhnliche Mischung von Profis und Amateuren sollte sich bewähren. Graziella Rossi nahm die Rolle von Anna Kopecka ein, der resoluten Wirtin des Wirtshauses «Zum Kelch», Helmut Vogel die des schlitzohrigen Soldaten Schweyk. Die zwölf Nebenrollen teilten sich Natalia, Eva, Ben, Dave und Andrea, die alle ihr Bestes gaben. Es entstand sogar eine erfrischende Dynamik, an der die Besucherinnen und Besucher sichtlich grossen Gefallen fanden. Jürg Jegge, der die Zwischentexte las, brachte ganz nebenbei einen Zuschauer dazu, auf sein Zeichen hin wie der Lieblingshund des Gestapo-Chefs zu bellen – sehr zur Erheiterung des Publikums. Als Daniel Fueter auf dem Klavier «Das Lied von der Moldau» von Bertolt Brecht und Hanns Eisler spielte, bei dem alle Beteiligten mitsangen, erreichte dieser literarische Abend schliesslich seinen Höhepunkt.

Bertolt Brecht schrieb das Stück «Schweyk im Zweiten Weltkrieg» in Anlehnung an den Roman «Der brave Soldat Schweyk» des tschechischen Schriftstellers Jaroslav Hašek. Es entstand während des Zweiten Weltkrieges im Exil in den USA. In diesem Drama bleiben die Fremdherrschaft und der Widerstand des tschechichen Volkes gegen ihre Herren als historischer Kontext erhalten. An die Stelle der Herrschaft der Habsburger tritt die der Nationalsozialisten, und an die Stelle des Ersten der Zweite Weltkrieg.

5.11.2014
Alfred Dorfer
bis jetzt – solo
Alfred Dorfer legte in der Theaterwerkstatt einen fulminanten Auftritt hin. Ein geistreiches Pointen-Feuerwerk auf konstant hohem Niveau. Er zerpflückte gängige philosophische Weisheiten, entlarvte Absurditäten der gegenwärtigen Politiklandschaft. Das Publikum war entzückt. Auch die schweizerische Politik kam nicht zu kurz. Das Abstimmungs-Verhalten der letzten Jahre war Alfred Dorfer ein paar tüchtige Seitenhiebe wert.

24.9.2014
Hartmut Liebsch
«HERRMANN GEHT NACH ENGELLAND»
Mai 1941. Der deutsche Alleinunterhalter, Bauchredner und Puppenspieler Herrmann ist zur Truppenbetreuung ins besetzte Frankreich beordert worden – im Gepäck ein buntes Unterhaltungsprogramm zur Steigerung der Kampfmoral der deutschen Soldaten. Herrmann kommt von der Ostfront, sein Erfolgsstück, den «Juden im Dorn» kann er nicht mehr zeigen, der Hauptdarsteller Levi Blauspan ist spurlos verschwunden. Jetzt also Westfront, neues Spiel neues Glück.

14.8. bis 24.8.2014
Photobastei Zürich
FOTOAUSSTELLUNG Atelier A und Märtplatz
Die Photobastei in Zürich nutzt ein ehemaliges Bankgebäude in der Nähe vom Zürcher Paradeplatz vorübergehend für umfangreiche Fotoausstellungen. Von Januar bis August werden kuratierte Grossausstellungen bekannter Fotografen gezeigt, aber auch weniger bekannte Fotograf/innen haben die Möglichkeit, in Eigenregie ihre Werke auszustellen. Die Lernenden von Atelier A und Märtplatz ergriffen die Chance, ihre Langzeitprojekte einem breiten Publikum zu präsentieren. Begleitet wurden sie dabei von Christian Lutz, der zu den Top-Fotografen der Schweiz zählt. Die Ausstellung dauerte vom 14. bis zum 24. August 2014.

5.7.2014
Stiftung Märtplatz
12. ENTENRENNEN 2014
Um 14.00 Uhr konnte es losgehen. Lernende, Ausbildnerinnen und das Büroteam hatten im Vorfeld einmal mehr ganze Arbeit geleistet. Bühne, Marktstand und Wettbüro standen bereit, Bastelwerkstatt, Festwirtschaft und Kinderspiele waren parat. Eine Besonderheit dieses Jahr war das Mini-Kino, wo eine ergreifende Entengeschichte für Kinder vorgeführt wurde, kreiert von den Lernenden der Märtplatz-Medienwerkstatt. Endlich konnten Jung und Alt auf ihre favorisierten Enten Wetten abschliessen. Zur Auswahl standen gewöhnliche Gummi-Exemplare, aber auch selbst gebastelte Originale, die zum Teil nur noch entfernt an eine Ente erinnerten. Der erste von insgesamt fünf Durchgängen auf der Töss – einer für «normale Gummi-Enten» – wurde von einem kurzen Regenschauer begleitet. Nach einer halben Stunde war der Sprutz jedoch vorbei, und die Sonne heizte wieder ein, wie es sich für ein richtiges Entenrennen gehört. Die Märtplatzküche servierte Flammkuchen, Familie Catak bot kurdische Spezialitäten an, und ein mobiler Stand mit Frozen Yogurt war vorgefahren. Nach vier Renndurchgängen spielte «PALO SANTO» fetzigen Latin&Reggae, Cumbia&Reggae, Socca&Afro und Balkanbeats. Die Band, deren Mitglieder aus Chile, Kolumbien, Bolivien, Mexico, Deutschland und Argentinien stammen, motivierte viele Besucherinnen und Besucher, das Tanzbein zu schwingen. Anschliessend zollte das Entenrennen der Fussball-WM Tribut: Auf der Kino-Grossleinwand im Innenhof wurde der Viertelfinal Holland gegen Costa Rica (4:3 nach Penaltyschiessen) live übertragen.  Den Abschluss des offiziellen Programmes bildete das Nachtrennen «Entli in the Night...!». Danach wurde noch bis in die Morgenstunden weitergefeiert.

6.5.2014
Gian Rupf und Hans Hassler
SEZ NER
Das Älplerleben ist kein Zuckerschlecken. Das weiss spätestens seit Arno Camenischs Buch «Sez Ner» jeder seiner Leser. Der Schauspieler Gian Rupf und der Musiker Hans Hassler schaufeln die Alp auf die Theaterbühne. Die beiden Bündner bringen Romantik und die bitterkalten Alltagserfahrungen der Älpler und Hirten zum Klingen.

9.4.2014
Theater Ariane
VALERIA UND IHRE VÖGEL
In Wahrheit ist Valerias Geschichte eine Liebesgeschichte von der Suche nach der Liebe jenseits des Todes. Ein erhabenes Drama. Aber sie hatte das Pech, dass ihr Schicksal einem Autor in die Hände fiel, der eine starke Neigung zu Humor pflegt und einen gewaltigen Groll gegen Politik hegt. Somit wandelte sich das Drama in eine Komödie und Valerias Suche nahm krimihafte Züge an.

6.3.2014
theater katerland / bravebühne
DIE VERSCHWUNDENEN
1976 ergreift IN Argentinien das Militär die Macht. Oppositionelle verschwinden, werden gefoltert und ermordet. Jahre später, 1988, hört ein vierzehnjähriger Junge, aufgewachsen in einem vornehmen Villenviertel der Stadt Buenos Aires, plötzlich auf zu sprechen - vielleicht weil Unfassbares keine Worte findet. Als er im Fernsehen einen Grossvater sieht, der seinen Enkel sucht, muss er plötzlich erkennen, dass der Junge, dessen Bild der alte Mann mit sich herum trägt - er selber ist...


23.1.2014
Krähenbühl & Co
DIE BEDÜRFNISSE DER PFLANZEN
Sebastians Grossmutter Silvia beginnt sich in den letzten Jahren ihres Lebens plötzlich zu verändern, sie wird heiterer aber auch vergesslicher. Das Bild, das Sebastian von ihr hat, beginnt sich langsam zu verschieben. Nach ihrem Tod entdeckt er, dass sie ihr Leben umfangreich dokumentiert hat. Aus zahlreichen Tagebüchern, Briefen, akribischen Protokollen über geleistete Gartenarbeit, entsteht ein Theaterabend, handgebunden, säuberlich beschriftet und etikettiert.


5.12.2013
Dodó Deér
SCHLAFLOS

Auf der Suche nach einer Bleibe irren Alida und Asle durch einen norwegischen Küstenort. Es ist Spätherbst, es ist kalt, und Alida ist hochschwanger. Sie hat sich gegen ihre Familie und für Asle entschieden, denn sie sind füreinander bestimmt. Doch wohin sie auch kommen, überall weist man sie ab... Die doppelbödige Liebesgeschichte lebt von der für Fosse typischen filigranen Konstruktion und der melodiösen Schlichtheit der Sprache. Kurz vor Weihnachten eine stimmungsvolle literarische und künstlerische Bescherung.

13.11.2013
Pippo Pollina
CONCERTO SERALE

Er gilt als einer der besten und wichtigsten zeitgenössischen italienischen Liedermacher. Das bestätigte auch sein Auftritt am Märtplatz: Pippo Pollina sang und spielte gefühlvolle Balladen, poetische Protestlieder, aber auch fröhliche, eingängige Italienità, oft begleitet vom virtuosen Roberto Petroli an Klarinette und Saxophon. Pippo Pollina steht seit vielen Jahren mit seinen politischen, gesellschaftskritischen Liedern für Frieden, Freiheit und Menschenrechte ein. Zwischendurch zeigte er kurze Filmausschnitte, die einige Stationen seiner Karriere dokumentieren. Dabei wurde schnell klar, dass das mörderische Treiben der sizilianischen Mafia für den in Palermo geborenen Künstler nach wie vor ein wichtiges Thema ist.

2.10.2013
Crusius & Deutsch
«EINGEMACHT»

Die beiden Freundinnen Toni und Emmi haben sich dummerweise auf unbestimmte Zeit zusammen im Keller eingeschlossen. Sie kämpfen mit Notdurft, Notlügen, Notwehr und essen, wenn es sein muss, auch Fliegen. Immer wieder verlässt eine den Pfad von Zucht und Ordnung und versinkt hemmungslos im Selbstmitleid, oder sucht den offenen Zweikampf. Diese «Dramödie» aus einem Schweizer Keller stellt mit ironischen, witzigen Kommentaren den schweizerischen Hang zur umfassenden Ab- und Versicherung ironisch in Frage. Der Auftritt am Märtplatz war auch der letzte des komödiantischen Duos: Carmen Crusius und Sabina Deutsch werden fortan eigene künstlerische Wege gehen.

17.9.2013
Theater Ariane
CAFÈ FERTIG

Thomas Hürlimann beschreibt in seinem Monolog der Milly eine Person, die, wie auch immer, überlebt. Sie macht sich nur noch wenig Illusionen über ihre Illusionen. Sie kennt ihre eigene Blödheit. Sie kann über sich lachen. Man fängt an, sie in ihrer ganzen Blödheit, in ihrer Sisyphos-haften Tapferkeit zu lieben. Rachel Matter und Daniel Fueter am Klavier, präsentierten eine wunderbare Conférence mit Liedern von Thomas Hürlimann.

6.7.2013
Stiftung Märtplatz
11. ENTENRENNEN 2013

Dutzende bunte Plastikentchen schwammen am Samstag in Freienstein auf der Töss um die Wette. Wer auf das Sieger-Entlein setzte, gewann am Ende einen kleinen Preis. Sogar selbstgebaute Enten gingen in einem Lauf an den Start. Das Rennen fand im Rahmen des alljährlichen Festes der Stiftung Märtplatz statt. Der Anlass wurde von den Lehrlingen und Lehrmeistern der Institution auf die Beine gestellt. Das Rahmenprogramm bot weitere Attraktivitäten für Kinder und Erwachsene. «Ich bin sehr zufrieden mit dem Anlass. Wir hatten viele Besucher», sagt MärtplatzLeiter Kuno Stürzinger. (Aus dem Zürcher Unterländer vom 9. Juli 2013)

20.6.2013
Dodo Hug
CHANSONS SANS FRONTIÈRES 2013

Stiftung Märtplatz und neues Kino Freienstein präsentierten ein Open-Air-Konzert mit der Sängerin, Musikerin und Komikerin Dodo Hug. Begleitet wurde sie von ihrem Lebenspartner, dem sardischen Musiker Efisio Contini. Zuvor genossen zahlreiche Besucher/innen ein feines Nachtessen. Zum Serviceteam gehörten auch ein paar muntere Märtplatz-Lehrlinge. Für Dessert und Konzert begab man sich dann allerdings in den Kinosaal. Die Open Air war zu feucht geworden.

29.5.2013
Marie Thérèse Escribano
ICH BIN EIN VORBILD

...

17.4.2013
GmbH-Produktion
NEW ORLEANS

Ein namenloser Mann ist auf dem Weg nach New Orleans. Er erzählt was er sieht, erlebt, worüber er nachdenkt. Er reist, um unterwegs zu sein, nachzudenken, sich zu erinnern. Ziellos wandert er durch die Stadt, lässt eine Münze entscheiden, welchen Weg er einschlagen soll. Er steigt in einem schäbigen Hotel ab, hängt in Bars herum. Er versucht mit einer Bardame ins Gespräch zu kommen, verzettelt sich dabei aber total und muss sich eingestehen, dass er nach  New Orleans gekommen ist, um etwas zu erledigen. Er besorgt sich ein Geschenk. Doch für wen eigentlich? Die Musik zu diesem Hörspiel für die Bühne mit Peter Hottinger kommt von Christian Käufeler, live mit zahlreichen Elektro-, Saiten, und Blasinstrumenten. Je nach Stimmung des Protagonisten, wechselt der Musiker vom euphorischen Beat zum traurigen Blues. Käufeler überzeugt mit Saxophonsolos und gekonnt programmierten Loops.


14.3.2013
Christian Zehnder und Barbara Schirmer
GLÄND

Die Musikerin Barbara Schirmer kombiniert in ihrem Hackbrettspiel einheimische Musik mit Volksmusik anderer Kulturen und spielt meist sogar mit vier Klöppeln gleichzeitig. Christian Zehnder lotet die Möglichkeiten  der menschlichen Stimme aus und pflegt speziell den Jodel in all seinen Facetten. Zehnder ist einer der wenigen Sänger in Europa, der den Obertongesang souverän beherrscht. Das Publikum in der Theaterwerkstatt zeigte sich beeindruckt vom brillanten Zusammenspiel dieses aussergewöhnlichen Künstlerduos.

29.1.2013
Laurin Buser und Renato Kaiser
SLAM SHOW

Renato Kaisers St. Galler Dialekt liegt auf der Schweizer Beliebtheitsskala regelmässig weit unten. Das nervt ihn. Ebenso wie die, seiner Meinung nach, schwer überschätzte Berner Mundartszene. Da kann er sich voll hineinsteigern. Renato Kaiser karikiert mit Vorliebe die Torheiten seiner Mitbürger und Laurin Buser deren steinharte Selbstzufriedenheit. Zielsicher treffen beide die wunden Punkte und lösen damit nicht Betroffenheit sondern Beifall aus.



ganzjährig
Jasskurs
Im Frühjahr 2000 begann am Märtplatz unter der Leitung von «Jasskönig» Göpf Egg ein Jasskurs. Der Erfinder des Preisjassens in der Schweiz und Organisator zahlreicher Jass-Schweizer- und Europameisterschaften traf sich mit den angefressenen Jasser/innen regelmässig zum einfachen Schieber, Coiffeur, Differenzler, Bieter und weiteren Jassvarianten. Inzwischen leitet Göpfs «Thronfolger» Albert Hagenbuch die Jass-Nachmittage am Märtplatz.


ganzjährig
Open Space
Jeden zweiten Monat findet das sogenannte Open Space statt. Hier kommen die Märtplatzleitung, alle Lehrmeister/innen und alle Lehrlinge zusammen, um gemeinsame Interessen zu strukturieren, ausserordentliche Anlässe (Kurse, Kulturanlässe, «Extras») zu organisieren und um den inneren Zusammenhalt des Märtplatz zu stärken.


ganzjährig
Zahnstocher
Sechs Mal im Jahr findet der sogenannte Zahnstocher statt. Hier besprechen interessierte Märtplätzler/innen im Beisein von Märtplatzleiter Kuno Stürzinger anfallende Probleme und bringen Verbesserungsvorschläge vor.