10.5.2012
Alvaro Solar
«Transitvogel»
Er sitzt auf einem der «Kofferkulis mit Totmannbremse» in der Transithalle eines Flughafens und wartet auf seinen Flug. Er wundert sich über die eigenartigen Bräuche in den Ländern Europas. Er redet mit den anderen Passagieren, unterhält sie mit Musik, mit Liedern, Gitarre, Mundharmonika, Waschbrett, Koffer, Schellenkranz und mehr. Er ist ein Indianer des Stammes der Sioux und hat seine Adlerfeder verloren. Er ist «Komischer Vogel ohne Feder» auf der Suche nach seiner Identität. Er begibt sich auf den Weg seiner Vorfahren, erlebt eine berauschende Irrfahrt, an deren Ende eine tiefe Erkenntnis auf ihn wartet. Alvaro Solar spielt, singt, tanzt, wirkt locker und spontan, sein Timing ist perfekt. Das neue Stück wirkt bedachter, tiefgründiger als seine früheren Produktionen. Der Gefahr, im Publikum Betroffenheit auszulösen, begegnet er mit seinen unverkennbaren Humor, den er meisterlich einzusetzen weiss. Der «Transitvogel» bringt einen zum Lachen, Weinen und Staunen.
17.4.2012
Claudia Rohrhirs und Markus Hofmann
«Die kleinen Dinge»
Der kleinwüchsige Benno, mittlerweile ein Mann in seinen Dreissigern, erzählt aus seinem Leben – von der Kindheit bis heute, wo er mit sich ringt, ob er seinen verlorenen besten Freund endlich wieder anrufen soll. Wie war es eigentlich zu diesem Zerwürfnis gekommen? Wie war das mit seiner Liebe zu Clara, die nie erwidert wurde, mit den Freund- und Feindschaften, seinem Verhältnis zur Kirche, den Erlebnissen als Statist in der Oper? Claudia Rohrhirs und Markus Hofmann zeigten ein berührendes Erzähltheater.
20.3.2012
Clara Buntin
«Ich und Clara»
«Man lacht ob der gewitzen Einfälle und lässt sich von der sympathischen Vortragsweise der Solistin betören. Man staunt, wie die Künstlerin die Technik im Griff hat: Sie spielt auf Ihrem Keyboard und singt dazu, im fliessenden Übergang wendet sie sich ihrem Kassettenrekorder zu und lässt Filme abspielen. Clara Buntins zweites Bühnenstück ist eine facettenreiche Zusammenstellung von Ideen, die man noch nie gesehen oder gehört hat. Es ist wunderschöne Unterhaltung ohne Effekthascherei, aber mit einem gehäuften Suppenlöffel voll Schalk.» (Toggenburger Tagblatt)
1.2.2012
GMBH-Produktion
«Schlegle mit Regle»
Drei Boxer steigen in den Ring (Peter Hottinger und Christian J. Käser). Der dritte (Andi Peter) kommt temporär zum Einsatz, wenn er nicht gerade mit Keyboard und Elektrobass für den rhythmischen Sound sorgt. Den Rahmen der Handlung bildet die Geschichte von Muhammad Ali, des grössten Boxers aller Zeiten. Die schlagkräftige Show soll vor allem ein jugendliches Publikum ansprechen: Konflikte lassen sich einfacher lösen, wenn Stolz und Respekt mitspielen – «Schlegle mit Regle» eben.
ganzjährig
Caroline Bahud de Mortanges und Heinrich Bader
Psychosoziale Sozialarbeit
Die meisten Lehrlinge kommen inzwischen aufgrund psychischer Schwierigkeiten zum Märtplatz. Dieser Umstand bringt die LehrmeisterInnen manchmal an den Rand ihres Repertoires. Deshalb wurden bereits mehrere fachlich geschulte Personen zum Gedankenaustausch eingeladen. Bereits seit Februar 2006 kommen Caroline Bahud de Mortanges und Heinrich Bader regelmässig an den Märtplatz, um mit den LehrmeisterInnen jeweils einen aktuellen «Fall» aus ihrer Praxis zu besprechen. Beide sind ausgebildete PsychotherapeutInnen SPV, Caroline Bahud de Mortanges ist ausserdem Psychologin und Heinrich Bader Sozialpädagoge HFS. Und beide sind Mitglieder des Vereins für Psychoanalytische Sozialarbeit vpsz.
ganzjährig
Albert Hagenbuch
Jasskurs
Im Frühjahr 2000 begann am Märtplatz unter der Leitung von «Jasskönig» Göpf Egg ein Jasskurs. In der Folge traf sich der Erfinder des Preisjassens in der Schweiz und Organisator zahlreicher Jass-Schweizer- und Europameisterschaften mit vom Schieber angefressenen MärtplätzlerInnen regelmässig zum geselligen Jassen. Inzwischen leitet Göpfs «Thronfolger» Albert Hagenbuch die Jass-Nachmittage am Märtplatz.
ganzjährig
MärtplätzlerInnen
Open Space
Jeden zweiten Monat findet das sogenannte Open Space statt. Hier kommen die Märtplatzleitung, alle LehrmeisterInnen und alle Lehrlinge zusammen, um gemeinsame Interessen zu strukturieren, ausserordentliche Anlässe (Kurse, Kulturanlässe, «Extras») zu organisieren und um den inneren Zusammenhalt des Märtplatzes zu stärken.
ganzjährig
MärtplätzlerInnen
Zahnstocher
Sechs Mal im Jahr findet der sogenannte Zahnstocher statt. Hier besprechen interessierte MärtplätzlerInnen im Beisein von Märtplatzleiter Kuno Stürzinger anfallende Probleme und bringen Verbesserungsvorschläge vor.











