24.11. - 17.12.2010
Brigitte Bosshard
Ceramic-Café
Es ist bereits zur Tradition geworden, dass die Keramikmalerei unter der Leitung von Lehrmeisterin Brigitte Bosshard in der Adventszeit im Platzda das sogenannte Ceramic-Café einrichtet. An den Nachmittagen kann manfrau hier kreativ sein; dies unter dem Motto: «Sie bemalen die von Ihnen ausgesuchte Rohkeramik mit bunten Farben, wir glasieren und brennen für Sie.» Die besondere Weihnachtsidee war auch diesmal ein grosser Erfolg.
17. - 19.11.2010
Laurent Orizet
Pastis et Moules
An drei November-Abenden verwandelte sich das Platzda in ein veritables französisches Bistro, in dem der Märtplatzleiter-Stellvertreter und ehemalige Kochlehrmeister Laurent Orizet hervorragende Moules Marinières zubereitete. Auch für Moules-VerächterInnen wurde liebevoll gesorgt: Sie erhielten einen schmackhaften Boeuf Bourgignon, einen französischen Rindfleischschmortopf, vorgesetzt.
4.11.2010
Alvaro Solar und MärtplätzlerInnen
Jam-Session
Einige MärtplätzlerInnen trafen sich zu einer Jam-Session mit Alvaro Solar, der gerade mit dem Stück «Johan Padan entdeckt Amerika» am Märtplatz auftrat. Eine Sängerin, zwei Gitarristen, ein Pianist und ein Saxophonist übten zusammen einfache Standards ein. «Der Nachmittag war super», lobte ein Beteiligter diesen musikalischen Nachmittag.
3.11.2010
Alvaro Solar
«Johan Padan entdeckt Amerika»
Im Stück von Dario Fo ist Alvaro Solar unter der Regie von Ferruccio Cainero Johan Padan, ein kleiner italienischer Bauer. Auf der Flucht vor der Inquisition heuert er bei Christoph Columbus an, der zu seiner vierten Reise nach «Indien» aufbricht. Der wasserscheue Nichtschwimmer Johan geht auf große Fahrt – und wird so zum Entdecker Amerikas. Mit Glück und Witz entkommt er seinen brutalen spanischen Dienstherren, erwehrt sich erfolgreich der Übergriffe hungriger Kannibalen, übt sich als Missionar unter den Eingeborenen und macht in seiner Rolle als «Sohn der aufgehenden Sonne» schließlich noch ganz unverhofft Karriere in der neuen Welt. Mit Gesang, Perkussion und Gitarre, mit Geräuschen, Füßen, Zähnen, Fingern und Nägeln versetzte Alvaro Solar die TheaterbesucherInnen – unter lautem und leisem Schmunzeln – in den neuen Kontinent.
25.9.2010
Märtplatz
Tag der offenen Tür
Zum 25jährigen Jubiläum öffnete der Märtplatz seine Werk- und Ausbildungsstätten. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher liessen sich von der feuchtkalten Witterung nicht abhalten, dem ausgerollten «roten Faden» am Boden zu folgen, der die Wege zwischen den Werkstätten markierte. In der «Stube», die als zentraler Treffpunkt diente, wurden Getränke, Kuchen und informative Gespräche offeriert. Die Kochlehrlinge und -Lehrmeister animierten ihre Gäste, sich einen eigenen Früchte- oder Gemüsedrink zu mixen oder einen Zopf backofenfertig zu machen. In der Theaterwerkstatt konnten sich die BesucherInnen einmal selber ins Bühnenlicht setzen und kurze Texte ins Mikrofon sprechen, bildhauerisch tätig sein, einen Abguss anfertigen und bemalen oder sich im Polstern versuchen. Die Keramikwerkstatt lud zu Drehversuchen an der Töpferscheibe ein, zum «Glasuren würfeln» sowie zum Modellieren eines Objektes – beispielsweise den Märtplatz-«Gründergrind». Witzige Animationsfilme aus dem Trickfilmkurs mit Stefan Bächli gab es in der Renovierwerkstatt zu sehen. Das Nähatelier zeigte selbst kreierte Kleider und Kostüme. Die Medien- und Journalistenwerkstatt wartete mit einer umfangreichen Sammlung von Flyern für die Märtplatz-Kulturveranstaltungen auf. Lesestoff lag in Form sämtlicher bisher erschienenen Ausgaben der beiden Märtplatz-Zeitschriften MärtBlatt und B-Post parat. Die älteren Zeitschriften-Jahrgänge «Ausdruck», «Kopfstand» und «Denkzettel» konnten – an Kleiderbügeln festgemacht – in der Stube von der Wäscheleine gepflückt werden. Die Keramikmalerei zeigte eine Werkausstellung im Kesselhaus. Die Fotowerkstatt präsentierte eine aktuelle Ausstellung mit Portraitfotos und lud dazu ein, Schwarz-Weiss-Aufnahmen selber zu entwickeln. Und im Fotoatelier konnten die Gäste sich selbst in Szene setzen – vor einer malerischen Strandkulisse.
Nach der grotesken Komödie «Walterli – Das Theater» von Timmermahn mit dem Duo Morelli & Stäubli (siehe weiter unten) gab es in der Stube Trank und – aus gegebenem Anlass – Speis in Form eines 25-Jahr-Jubiläums-Spezial-Zopfs sowie einer kalten Platte. Wie sich der Märtplatz über die Jahre verändert hat, zeigte eine Fotogalerie in der Stube mit alten Aufnahmen von Kursen und Kulturanlässen von den Anfängen bis Ende der Neunziger-Jahre.
25.9.2010
Morelli & Stäubli
«Walterli - Das Theater»
«Der Walterli ist ein ganz aufgeweckter Bub, und ein pfiffiger dazu. Einer mit viel Fantasie, dessen Hobby das «Entdecken» ist. Darum fragt er seinen Vati, der eigentlich auch Walter heisst, den lieben, langen Tag ständig nach diesem und jenem, wie das halt neugierige Kinder in seinem Alter so tun. Er hat ein ausgezeichnetes Verhältnis zu seinem Vati, der sich auch immer Zeit nimmt, um auf die Fragerei ausführlich zu antworten. Wirklich ein vorbildliches Familienleben, obschon die Mutter immer wieder mal auswärts beim Dr. Bitterli aushilft und die grosse Schwester Züsi im Welschlandjahr ist. Walterli ist kein Städter und auch kein Landei, er ist eher ein Agglo, wie man so sagt. Neben der Schule tut er ganz grüseli gern Piraterlen, Steinschleuderlen oder Velofriesieren, und ob all dem ist er ein bisschen ein Luscheib, der alleweil eine Story oder auch mal eine Notlüge auftischen kann. Ein vollumfänglich liebenswertes Kerlchen mit Schlagfertigkeit und Mutterwitz und der gesunden Meinung, dass wenn man etwas genügend fest glaubt, es ebenso gut wahr sein kann wie alles andere in dieser Welt. Gestern oder Morgen. Und noch etwas: Sein Erfinder ist Timmermahn und der ist auch Walterli und sein Vati, und so wissen dann Aussenstehende nie richtig, ob zuerst das Huhn war oder das Ei. Oder der Walterli oder der Timmermahn. Oder was.»
Polo Hofer, im Mai 1999
14.9.2010
Dominique Mentha und Werner Hutterli
Clubabend
An diesem Clubabend erzählten zwei ausgewiesene Theater- und Opern-Fachleute von ihrer Arbeit. Bei einem feinen Znacht beantworteten sie Fragen aus dem illustren Kreis von Märtplatz-Lehrlingen, -MitarbeiterInnen und weiteren Gästen. Dominique Mentha ist seit 2004 Direktor des Luzerner Theaters. Er studierte zunächst Konzert- und Operngesang, später Regie an der Musikhochschule in München. 1987 wurde er Oberspielleiter am Stadttheater Würzburg, anschliessend übernahm er dieselbe Funktion an den Städtischen Bühnen Münster. 1992 ging er als Direktor an das Tiroler Landestheater in Innsbruck. Von 1999 bis 2003 wirkte er als Künstlerischer Leiter an der Volksoper Wien. Bis heute inszenierte er im Bereich Musiktheater über sechzig Werke in Deutschland, Österreich, in der Schweiz und in den USA.
Werner Hutterli studierte an der Kunstgewerbeschule Bern Malerei und Bildhauerei. Nach ersten Bühnenbildern an Berner Kleintheatern studierte er an den Kunstakademien in München und in Berlin. Als Bühnenbildassistent arbeitete er am Deutschen Theater in Ostberlin, später bei Theo Otto in Zürich. Seit dreissig Jahren ist er international als Ausstatter tätig. Zu den wichtigsten Stationen seines Schaffens gehören das Wiener Burgtheater, das Volkstheater und das Theater in der Josefstadt, das Berliner Schillertheater und das Renaissance-Theater, die Münchner Kammerspiele, das Frankfurter Schauspiel und die Oper sowie renommierte Bühnen in Hannover, Innsbruck, Prag, Stockholm und Genf. Als Experte für Bühnenbild ist Werner Hutterli Mitglied der Eidgenössischen Kunstkommission.
31.8.2010
Hubert Kronlachner und Laurin Buser
«Herz eines Boxers»
Nur weil Yoyo (Laurin Buser) angeblich ein Mofa geklaut und der pensionierte Boxer Leo (Hubert Kronlachner) einen Schlaganfall vorgetäuscht hat, begegnen sie sich in der geschlossenen Abteilung eines Altersheims. In diesem subtil spektakulären Zweipersonenstück von Lutz Hübner – er gewann damit 1998 den Deutschen Jugendtheaterpreis – treffen unter der Regie von Sandra Löwe ein 17- und ein 85-Jähriger aufeinander. Dank fabelhaften Schauspielern entstand dabei ein berührender Abend mit herrlichen Bonbons der Situationskomik, witzig und poetisch inszeniert. Der Auftritt von Hubert Kronlachner war ein Höhepunkt des Märtplatz-Theaterlebens. Den grossen, heute 87-jährigen Theater- und Filmschauspieler in Freienstein sehen und ihm lauschen zu können, war herrlich. Er tritt nur noch selten auf. Im Januar 2009 verabschiedete er sich vom Zürcher Schauspielhaus mit der 600. Vorstellung seines Soloerfolgs «Der Kontrabass» von Patrick Süskind.
15. – 16.7.2010
Livia Knöpfli
Abschlussinstallation «Augenschein»
Im alten Turbinenhaus der ehemaligen Spinnerei Blumer & Cie AG in Freienstein präsentierte Livia Knöpfli Bilder, Texte, Fotos und Objekte. Während ihrer dreijährigen Attestlehre zur Bekleidungsgestalterin hatte sich ihr Faible, mit den unterschiedlichsten Materialien zu experimentieren, immer mehr konkretisiert. Für den offiziellen «Augenschein» zum Lehrabschluss richtete sie eine umfassende Werkschau ein. Unübersehbar im Zentrum stand dabei ein mit Gipsbandagen gestärktes Abendkleid aus dem unzählige Nägel hervorstechen.
14.7.2010
25 Jahre Märtplatz
Pastis et Boules
Die diesjährigen Feierlichkeiten der Stiftung Märtplatz kennen keine Grenzen. Am französischen Nationalfeiertag wurde einigen der zweifellos grössten Errungenschaften der Grand Nation gedacht: Einerseits dem anishaltigen Schnaps der sich unter Zugabe von Wasser in ein opaleszierendes, milchiges Weissgelb verwandelt sowie dem Spiel mit massiven Metallkugeln, das sich auch auf unebenem Grund vortrefflich spielen lässt. Stufen zwei bis vier der frankophilen Festrakete explodierten dann sowohl in kulinarischer wie auch filmischer Form: Nach einem armlangen, mit Hackfleisch, Salat und Pommes Frites gefüllten Sandwich, dem legendären Pain Américain, erfreute sich die fremdfeiernde Festgesellschaft im «neuen Kino Freienstein» zunächst an den originellen Animationsfilmen einiger MärtplätzlerInnen aus dem Kurs mit Stefan Bächli. Anschliessend sorgte die französische Filmkomödie «Bienvenue chez les Ch’tis» für einen würdigen Abschluss dieses rot-weiss-blauen Satelliten-Festes.
10. - 11.7.2010
Entenrennen & Sonntagsbrunch
«Schräge» Enten zum runden Geburtstag
«Am Samstag ist auf dem Märtplatz-Areal durchaus Wettkampfgeist zu verspüren. Denn die Jubiläumsfeierlichkeiten starten mit einem Entenrennen. In zwei Durchgängen werden ‹normale› Gummienten in der Töss zu Wasser gelassen. Munter wackeln die gelben Plastiktierchen die Töss hinunter, angefeuert von den Zuschauern auf der Brücke. Danach schwimmen die ‹schrägen› Eigenbau-Enten los. Gross und Klein haben aus Styropor, Ballonen, PET-Flaschen, Korkzapfen, Holz oder Pingpongbällen kuriose Schwimmtiere gebastelt. Auch der sechsjährige Marius hält auf der Brücke Ausschau nach seiner Kreation. ‹Deine kommt zuerst›, ruft seine Mutter. Doch bald stellt sich heraus, dass ein anderes Tier in Führung liegt. Die Ente von Marius dümpelt fast als letzte ins Ziel. Seine Enttäuschung hält sich in Grenzen: ‹Ich darf sie ja wieder mit nach Hause nehmen.›
Viel Lockerheit ist auch in der Freiluft-Festbeiz zu spüren. Es herrscht eine mediterrane Atmosphäre auf dem malerischen Hof des Blumer-Areals an der Töss, wo die Stiftung Märtplatz ihr Zuhause hat. Zwar werden die Gäste nochmals kurz vom Wettkampffieber gepackt, als sich um 19 Uhr nicht Enten, sondern Menschen in die Töss stürzen, um die rund hundert Meter schwimmend, paddelnd oder laufend möglichst schnell hinter sich zu bringen. Doch bald stehen wieder die kulinarischen Spezialitäten im Zentrum, bevor das Festprogramm mit Konzerten, einem Nachtentenrennen und einer Feuershow weitergeht. Am Sonntagmorgen wird die erste Etappe der Jubiläumsfeierlichkeiten mit einem Sonntagsbrunch besiegelt.»
Renata Tschudi / Der Landbote, 12.7.2010
14. – 18.6.2010
Stefan Bächli
Trickfilmkurs
Seit 17 Jahren beschäftigt sich Stefan Bächli mit bewegten Bildern. Anfangs stellte er gelegentlich Animationen mit einer Super 8-Kamera her. Heute arbeitet er professionell mit einem Camcorder der die digitale Bildinformation über eine FireWire-Verbindung direkt auf den Computer leitet. Die grundlegende Basis bildet allerdings immer noch die Stop-Motion-Technik, bei der ein Objekt für jedes einzelne Bild des Films ein wenig verändert wird. Die KursteilnehmerInnen vom Märtplatz hatten sich vorgenommen, Ideen zum Thema «Entenrennen» in Bilder umzusetzen. Im Platzda wurde mit Sand-, Objekt- und Plastilinanimation sowie Zeichentrick experimentiert. Die gelungensten Animationen werden am Entenrennen vom 10. Juli 2010 in Freienstein gezeigt.
20.5.2010
StahlbergerHeuss
«Im Schilf»
Die Bühne ist mit seltsamen technischen Konstruktionen vollgestellt, deren Zweck sich erst erschliesst, wenn Stefan Heuss sie in Gang setzt. Meistens entpuppen sie sich als Musikinstrumente, manchmal einfach als Showelement. Der begnadete Bastler ist sozusagen für die Bühnenshow zuständig, spielt aber auch Ukulele, Bass oder Kanisterflöte. Heuss begleitet seinen Partner Manuel Stahlberger musikalisch oder befördert ihn während eines Vortrages mittels Pneu-Hebebühne in höhere Sphären. Stahlberger lässt den «Chlütteri» machen, singt derweil Mundartlieder, genaue, lakonische Beobachtungen aus dem schweizerischen Alltag. Die ausgefeilten Texte bestechen durch überraschende Versformen und wirken doch bodenständig. Auch Stefan Heuss singt ein Lied, schildert seine unspektakulären Erlebnisse als kaufmännischer Angestellter, beruflich im Bündnerland unterwegs. Heuss’ banaler Erlebnisbericht, vorgetragen in ungestümer Rockstarpose, wird zum ergreifenden Höhepunkt dieses Abends.
22.4.2010
Crusius & Deutsch
«Camping»
Crusius & Deutsch sind Carmen Crusius und Sabina Deutsch. Sie arbeiten seit zehn Jahren auf der Bühne zusammen und sagen von sich: «Wir sind geprägt vom alten Schweizer Volkstheater (Margrit Rainer, Ruedi Walter, Voli Geiler usw.). In dieser Manier und deshalb in Mundart schaffen wir Theater, welches dank seiner geraden, einfachen Sprache und dank zweier tragenden Charaktere für jede Gesellschaftsschicht zugänglich ist.» In der musikalischen Satire «Camping» (Regie: Taki Papaconstantinou) verbringen die Freundinnen Toni und Emmi wie jedes Jahr ihren Urlaub fernab der üblichen Touristenströme auf einem namenlosen Campingplatz nahe der Gotthardroute. Hier, wo die Zeit stehen geblieben ist, erinnern sie sich an die vergangenen goldenen Zeiten der schweizerischen Ferien- und Freizeitkultur. Ob die Damen sich ihrer leidvollen Au-pair-Zeit entsinnen, ob sie die maskulinen Qualitäten der Finnen gegen jene der Italiener abwägen oder sie sich gegenseitig mit kaum verholen boshaften Hinweisen auf Figurunzulänglichkeiten vom Bikini abraten – Toni und Emmi tun es mit Schalk und Gezeter, mit Süffisanz und Liebenswürdigkeit.
1. – 21.4.2010
Heidi Arens
«Lass dich portraitieren»
Menschen auf dem Sofa: nachdenklich, stolz, entspannt, glücklich. Ganze Familien oder Einzelpersonen liessen sich ablichten. Heidi Arens hatte für diese Fotowerkstatt-Aktion das Platzda in ein Fotostudio verwandelt. Für die Auszubildenden eine gute Gelegenheit, praktische Erfahrungen im Umgang mit Kunden zu sammeln.
15. – 19.3.2010
Käther Bänziger
Wikipedia-Kurs
In der dritten Märzwoche waren in der Journalistinnenwerkstatt alle auf Wikipedia. Käther Bänziger nahm Interessierte mit auf die Reise in die weite Welt der berühmten Online-Enzyklopädie und zeigte, was diese neben gewöhnlichen Artikeln noch alles zu bieten hat. Die Teilnehmer erhielten Gelegenheit, sich von der Faszination dieses riesigen Netzwerks anstecken zu lassen oder bekamen zumindest eine Ahnung davon, wie es möglich ist, wikipediasüchtig zu werden.
5.3.2010
Studierende LehrerInnen
Zu Besuch am Märtplatz
Studierende der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) besuchten den Märtplatz. Jürg Jegge führte die Lehrerinnen und Lehrer durch die Werkstätten und erläuterte dabei das Ausbildungskonzept. Anschliessend wurden erste Märtplatz-Eindrücke ausgetauscht und über weitere pädagogische Herausforderungen diskutiert.
Ausführliche Berichte auf den folgenden Blogs:
elearn.ch und bpblogphtg.wordpress.com/
4.3.2010
Schertenleib&Seele
«Ich wohne in einem Hühnerhaus»
Andreas Schertenleib erzählt in seinem jüngsten Stück die Überlebensgeschichte eines jüdischen Jungen auf der Flucht vor den Nazis. Eigentlich wollte die Familie ja nur in die Ferien fahren. Doch statt in ihrer Wohnung in Amsterdam, leben sie nun zu fünft in dem kleinen Hühnerhaus. Der zehnjährige Max versucht sich einen Reim auf die aufregenden, schrecklichen und kuriosen Dinge rund um ihn zu machen. Das Erzähltheater für Kinder und Erwachsene beruht auf den wahren Erlebnissen nach dem Buch «Live in a Chickenhouse» von Max Amichai Heppner, der an der Vorpremiere am Märtplatz anwesend war. Max Amichai Heppner, geboren 1933, wanderte 1946 als Überlebender des Naziregimes mit seiner Mutter in die USA aus, wo er bis heute lebt. 2007 hat er seine ungewöhnliche Kindheitsgeschichte zu Papier gebracht, die dem Theaterstück als Vorlage dient.
12. – 29.1.2010
Märtplatz-Damenschneiderinnen
Januarloch? Wir stopfen es!
Mitte Januar verwandelten die Damenschneiderinnen das Platzda in eine «Flickstube». Natalie Péclard und ihre drei Auszubildenden nahmen Flickaufträge jeglicher Art entgegen. Die Auszubildenden konnten in einer geschäftlichen Situation in einem Laden arbeiten und dabei den Umgang mit Kunden beobachten. Das Angebot stiess auf sehr rege Nachfrage, denn viele der KundInnen hatten das Inserat im Mitteilungsblatt oder den folgenden Artikel im Zürcher Unterländer gelesen. Schliesslich waren auch die Preise mehr als angemessen: ein kleines Loch stopfen zu lassen, kostete - im Zuge der diesjährigen 25-Jahr-Feier des Märtplatz – gerade mal 2 Franken 50. Diese symbolischen Beträge wurden denn auch meist von den KundInnen als Spende aufgerundet. Apropos Spendenmentalität: Eine Kundin wollte einem Mantel ein neues Futter einnähen lassen, um diesen guten Gewissens nach Rumänien schicken zu können.
ganzjährig
Caroline Bahud de Mortanges und Heinrich Bader
Psychosoziale Sozialarbeit
Die meisten Lehrlinge kommen inzwischen aufgrund psychischer Schwierigkeiten zum Märtplatz. Dieser Umstand bringt die LehrmeisterInnen manchmal an den Rand ihres Repertoires. Deshalb wurden bereits mehrere fachlich geschulte Personen zum Gedankenaustausch eingeladen. Bereits seit Februar 2006 kommen Caroline Bahud de Mortanges und Heinrich Bader regelmässig an den Märtplatz, um mit den LehrmeisterInnen jeweils einen aktuellen «Fall» aus ihrer Praxis zu besprechen. Beide sind ausgebildete PsychotherapeutInnen SPV, Caroline Bahud de Mortanges ist ausserdem Psychologin und Heinrich Bader Sozialpädagoge HFS. Und beide sind Mitglieder des Vereins für Psychoanalytische Sozialarbeit vpsz.
ganzjährig
Albert Hagenbuch
Jasskurs
Im Frühjahr 2000 begann am Märtplatz unter der Leitung von «Jasskönig» Göpf Egg ein Jasskurs. In der Folge traf sich der Erfinder des Preisjassens in der Schweiz und Organisator zahlreicher Jass-Schweizer- und Europameisterschaften mit vom Schieber angefressenen MärtplätzlerInnen regelmässig zum geselligen Jassen. Inzwischen leitet Göpfs «Thronfolger» Albert Hagenbuch die Jass-Nachmittage am Märtplatz.
ganzjährig
MärtplätzlerInnen
Open Space
Jeden zweiten Monat findet das sogenannte Open Space statt. Hier kommen die Märtplatzleitung, alle LehrmeisterInnen und alle Lehrlinge zusammen, um gemeinsame Interessen zu strukturieren, ausserordentliche Anlässe (Kurse, «Kultur und», «Stubete», «Extras», «Platzda», Clubabende) zu organisieren und um den inneren Zusammenhalt des Märtplatzes zu stärken.
ganzjährig
MärtplätzlerInnen
Zahnstocher
Sechs Mal im Jahr findet der sogenannte Zahnstocher statt. Hier besprechen interessierte MärtplätzlerInnen im Beisein von Märtplatzleiter Jürg Jegge anfallende Probleme und bringen Verbesserungsvorschläge vor.































