Fit und flexibel soll der moderne Mensch sein, als Ich-AG bestehen im Markt, denn wer nicht strampelt, geht unter. Kreativ, konkurrenzfähig und angepasst muss er sein, der Arbeitsesel des Neoliberalismus.
In «Fit und fertig» zeigt Jürg Jegge auf, wie sich das neoliberale Denken und seine allmähliche Umsetzung in den letzten dreissig Jahren auf die verschiedensten Bereiche ausgewirkt haben: Schule, Gesundheitswesen, Medien, Sozialhilfe, wo man hinschaut, sind «neoliberale Fitnessprogramme» in Gang gesetzt worden, die zu mehr Konkurrenz, Leistungs- und Anpassungsdruck für die Menschen führen. Die Reichtumsschere öffnet sich, sozialer und psychischer Stress nimmt für alle Menschen zu.
Aber Jürg Jegge wäre nicht Jürg Jegge, ohne ein paar störrische Ideen vom Menschsein jenseits neoliberaler Vorstellungen zu formulieren. Auf erfrischende Art erinnert er daran, dass der Mensch nicht auf der Welt ist, um eine doppelte Buchhaltung zu führen.

